Neubauförderung

Neubauförderung doch erst im1. Halbjahr 2023

Neubauförderung war zum 1.1.23 erwartet. Nun kommt sie doch wohl erst im 1. Halbjahr 2023. Das Baugewerbe hat schwierige Zeiten vor sich und erwartet händeringend die neuen Regelungen für die Förderung. Die derzeitigen Aussichten sind nicht ausreichend. Nach offizieller Aussage werde die aktuelle Neubauförderung überarbeitet und sollen nahtlos an die alten Förderungen anschließen. Für 2023 sind 1,1 Milliarden Euro an Förderung vorgesehen. In 2022 war diese noch deutlich höher.

Neubauförderung

Neubauförderung Standardlizenz AdobeStock_354184377 Astrid Gast

Neubauförderung – Bauwirtschaft fordert deutlich mehr

Die deutsche Bauwirtschaft fordert deutlich mehr. Die immer schwierig werdender konjunkturelle Lage bei der Bauwirtschaft verärgert nicht nur den Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des deutschen Baugewerbes Felix Pakleppa: „Hier muss massiv aufgestockt und das Baukindergeld verlängert oder eine vergleichbare Regelung gefunden werden“. Sollte das nicht der Fall sein, wird es zu einem Einbruch für den Wohnungsneubaumarkt kommen. Neubauförderung soll das geforderte Ziel von 400.000 Neubauwohnungen pro Jahr fördern und es Menschen ermöglichen, in Eigentum zu kommen.

Wegbruch von Neuaufträgen

Das Baugewerbe verzeichnet einen starken Rückgang an Neuaufträgen. Rund 23 % weniger Aufträge im September zum Vormonat. Laut Pakleppa sind die Bauherren verunsichert durch die „toxische Mischung“ aus deutlich gestiegenen Zinskosten, Inflation und gestiegenen Energiepreisen. Auch ist die Neubauförderung deutlich verschärft worden. Das Hin und Her der KFW in 2022 war für alle Beteiligte sehr schwierig. Siehe dazu auch unseren Blogbeitrag: https://von-stosch.de/kfw-programm-eh40-nachhaltigkeit/

Somit gibt es nur noch Neubauförderung beim Standard EH40 Nachhaltigkeit.

Neubauförderung EH 40 Nachhaltigkeit bedeutet?

EH 40 bedeutet, dass eine Immobilie nur 40 % des Primärenergiebedarfs des „Standard“-Neubaus benötigt. Hinzu kommt die Pflicht zu einem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen. Hierbei wird besonders auf nachhaltige Baumaterialien geachtet. Dabei muss man bedenken, dass dadurch natürlich auch die Baukosten deutlich gestiegen sind. Bei einem normalen Einfamilienhaus bedeutet das ein Plus von rund 30.000 Euro an Kosten.

Neubauförderung ab Januar ist Klara Geywitz zuständig

Ab 1.1. ist die Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) für die Neubauförderung zuständig. Dabei bleibt die Sanierungsförderung weiterhin beim Minister für Wirtschaft und Klimaschutz. Mit dem 1.1. heißt das laut Geywitz eine veränderte Förderpolitik. Es soll bei einem Gebäude dann der gesamte Lebenszyklus betrachtet werden. Das heißt auf gutdeutsch, nicht nur der Primärenergiebedarf (also der Energiebedarf für Lüften, Kühlen, Heizen und Warmwasser) wie bisher soll betrachtet werden, sondern bei der Vergabe der Neubauförderung soll dann auch die Nachhaltigkeit der Baumaterialien der Immobilie untersucht werden. Es ist also von weiter steigenden Kosten auszugehen. Wie ein Wärmedämmverbundsystem in diese Betrachtungsweise reinpasst, wird sich zeigen. Eines sollte klar sein: Es wird nicht leichter für Bauherren und für das Baugewerbe.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern bei uns, www.von-stosch.de

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