Brennwerttechnik

Brennwerttechnik – Kondensationswärme nutzen

Brennwerttechnik bedeutet, dass die Kondensationswärme aus dem erhitzen Wasserdampf aus den Abgasen genutzt wird. So kommen es auch dabei dazu, dass Wirkungsgerade über 100 % entstehen.

Brennwerttechnik

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Nutzungsgrad über 100 Prozent?

Die Berechnung von Wirkungs- und Nutzungsgrad bei Heizkesseln wird meist noch auf der Grundlage des Heizwerts durchgeführt. Der Heizwert gibt dabei an, wie viel Energie durch die Verbrennung von Öl oder Erdgas theoretisch gewonnen wird. Da so ein Standardheizkessel bereits die 100 % erreichen konnte, und nun bei der Brennwerttechnik auch die Energie der Abgase ausgenutzt wird, sich aber die Berechnungsmethode nicht geändert hat, schaffen neuerer Brennwerttechnikgeräte über 100 % Nutzungsgrad. 108 % sind dabei Spitzenwerte. Richtiger wäre es sicherlich, die Berechnungsgrundlage zu ändern, indem man den Brennwert des Energieträgers als Grundlage ansetzt. Der Brennwert ist die im Energieträger vorhandene Energie. Sprich alle Energie, die durch ihn erzeugt werden kann – also durch die Verbrennung und die Wärmegewinne aus der Kondensation der Abgase. Hier würde es dann bei der Brennwerttechnik zu Nutzungsgraden um die 95 % kommen.

Kauf Brennwerttechnik

Was ist alles bei einem Kauf zu berücksichtigen? Wird ihr Haus energetisch komplett modernisiert oder nur der Heizkessel getauscht? Der Wärmebedarf Ihres Hauses muss für den Kauf genau berechnet werden. Denn die Leistung Ihres Heizkessels sollte schon stimmen, sonst fahren Sie übertrieben gesagt einen Ferrari die ganze Zeit im ersten Gang. Gerade mit dem Wissen, dass Studien zeigen, dass rund 50 % der Brennwerttechnik überdimensioniert ist. Es sollte also vorab eine Planung gemacht werden. Auch solarthermische Unterstützung ist eine mehr als sinnvolle Ergänzung in Zeiten von Energiepreisexplosionen. Aber auch hier muss gesagt werden, dass die Brennwerttechnik fast überall verbaut werden kann – vom Dachboden über Keller, fast alles ist möglich. Wenn Sie aber eine solarthermische Unterstützung haben, wird Ihr Warmwasserspeicher entsprechend größer – so ein Speicher bringt mal schnell mehr als eine halbe Tonne auf die Waage und benötigt auch Platz. Zudem sollte Sie darauf achten, dass Stillstandsverluste minimiert werden und dass der Kessel ohne Überströmventil oder hydraulische Weiche auskommt. Andernfalls erhöht sich i.d.R. die Rücklauftemperatur und mehr Energie als notwendig wird verbraucht.

Schornstein vorbereiten

Bei der Brennwerttechnik wird Kondensat freigesetzt. Viel Kondensat. So muss ihr Schornstein mit der auf einmal anfallenden Feuchtigkeit klarkommen. Die Lösung ist ein Edelstahlrohr oder ein spezielles Kunststoffrohr. Dieses muss oftmals in alte Schornsteine eingezogen werden. Der örtliche Schornsteinfeger gibt darüber Auskunft. Somit benötigt ihre neue Heizungsanlage aber auch einen Abwasseranschluss, da das entstehende Abwasser abtransportiert werden muss. Auch muss ggf. eine Neutralisationseinrichtung mit eingebaut werden, wenn das entstehende Abwasser zu sauer ist.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Kontaktieren Sie uns gerne, www.von-stosch.de

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